26.11.2020 in Gesundheit

Aus Verantwortung für unsere Kinder

 

Lüftungs-/Luftreinigungsgeräte für Kita und Grundschule

In Zeiten von Corona ist die Belüftung von geschlossenen Räumen in den Herbst- und Wintermonaten entscheidend. Dies kann jedoch in der kalten Jahreszeit zu anderen Problemen, zum Beispiel Erkältungen führen. In geschlossenen Räumen kann daher nur durch einen immer wiederkehrenden Luftaustausch gewährleistet werden, dass sich die dort befindenden Aerosole nicht weiter ungehindert ausbreiten können. Dies ist ganz besonders in Schulen, Kitas und Hort sehr schwer umsetzbar. Daher haben wir, die Glienicker SPD-Fraktion, einen Antrag eingebracht, solche mobilen Lüftungs-/Luftreinigungsgeräte zeitnah für die Bildungseinrichtungen in unserer kommunalen Trägerschaft sowie für öffentliche Sitzungs-/Veranstaltungsräume anzuschaffen. Auf diese Art und Weise können wir einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Gesundheit unserer Kinder und Bürger bieten.

Die Effektivität dieser Filter wurde von dem Physiker Christian Kähler, Universität der Bundeswehr München, eingehend untersucht und er kam zu dem Ergebnis: „Mithilfe der Filter werden indirekte Infektionen, die bei einer hohen Virenlast im Raum auftreten könne, weitestgehend verhindert.“ Auch der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Prof. Dr. Karl Lauterbach sieht den Einsatz von Luftfiltern als eine Lösung an, um den Schulbetrieb sicherer zu machen.

In einer von unserer Fraktion beantragten außerordentlichen Sitzung der Gemeindevertretung (GVT), die am 24.11. stattfand, wurde unser Antrag von den Fraktionen CDU/Freie Demokraten, DIE LINKE, Bündnis90/Die Grünen und GBL mitgezeichnet. Als gemeinsamer, fraktionsübergreifender Änderungsantrag zu einer Beschlussvorlage der Verwaltung (Lüftungsfilter nur für Kita und Hort vorsah) fand der gemeinsame Änderungsantrag eine deutliche Mehrheit. Für uns ist es wichtig gewesen, gemeinsam mit allen Fraktionen zu zeigen, dass uns nicht nur die Gesundheit der Kita- und Hortkinder, sondern auch die unserer Grundschüler sowie der Nutzer öffentlicher Sitzungsräume am Herzen liegt und alles unternommen wird, deren Gesundheit zu schützen.
Zusätzlich beschloss die GVT die Bereitstellung von 210.000 Euro für die Anschaffung solcher Geräte. Der Vergabebeschluss ist für die nächste GVT am 8.12. geplant.

22.07.2010 in Gesundheit

Deutschland lehnt die Gesundheitsreform ab

 

Nach monatelangem Streit auf Kosten des Gesundheitssystems hat sich die schwarz-gelbe Koalition auf ein Konzept einer Gesundheitsreform geeinigt. Eine sehr große Mehrheit in der Bevölkerung lehnt die Pläne ab – denn die Versicherten sind die Verlierer.

85 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger halten es nicht für richtig, dass die Finanzierungslücke bei den gesetzlichen Krankenkassen überwiegend durch Beitragserhöhungen geschlossen werden soll. Lediglich 12 Prozent sind damit einverstanden. Das ist das Ergebnis des ZDF-Politbarometers Juli 2010.

10.07.2010 in Gesundheit

Die Gesundheitsreform ist eine gigantische Nettolüge

 
Sigmar Gabriel Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Bundesminister a.D.

Beitragserhöhungen, Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung und einen Sozialausgleich aus Steuermitteln, den Sigmar Gabriel im Interview mit der Frankfurter Rundschau als „einen Witz“ bezeichnete: Die sogenannte Gesundheitsreform von Schwarz-Gelb ist für den SPD-Parteivorsitzenden „eine gigantische Nettolüge“ und „ein dreister Wortbruch“.

Sigmar Gabriel kritisierte CDU/CSU und FDP, dass sie „den Wählerinnen und Wählern mehr Netto vom Brutto versprochen“ hätten und es jetzt umgekehrt komme. Der Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die einseitigen Beitragserhöhungen bei den gesetzlich Versicherten bedeuteten nichts anderes als den Einstieg in die Kopfpauschale.

22.01.2010 in Gesundheit

Der Pharmalobby geopfert

 

Zufrieden zeigte sich am Freitag der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. Denn ihr schärfster Kritiker, der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, muss auf Betreiben von Schwarz-Gelb seinen Hut nehmen. Schon im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP vorgenommen, im Gesundheitswesen die Interessen der Industrie in den Vordergrund zu stellen. Dafür haben sie jetzt die Weichen gestellt. Für die Versicherten wird es teuer werden.

Am Freitag entschied der Stiftungsrat des IQWiG, dass der Vertrag des Institutsleiters Peter Sawicki zum 31. August ausläuft und nicht verlängert wird. Mit der Entscheidung des Gremiums, in dem auch das Gesundheitsministerium vertreten ist, ist die Pharmaindustrie nun ihren schärfsten Kritiker los. Das IQWiG untersucht als eine Art "Medikamenten-TÜV" die Wirksamkeit von Arzneimitteln. Die Ergebnisse sind die Grundlage für die Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen – ein Millionengeschäft. Sawicki gilt als unbestechlich und hat mit der Arbeit seines Instituts verhindert, dass zahlreiche neu entwickelte teure – aber erwiesenermaßen nutzlose – Medikamente nicht durch die Kassen bezahlt werden. Das spart den Versicherten viel Geld, entspricht aber nicht den Interessen der Industrie.

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