Allgemein
15.12.2015 in Allgemein
Am Montag den 14. Dezember trafen sich die Mitglieder des Glienicker Sozialausschusses zu ihrer letzten Sitzung vor der wohlverdienten Weihnachtspause.
Mit dem letzten Tagesordnungspunkt legte der Bürgermeister einen Beschluss vor, dem zufolge der Sozialausschuss der Gemeindevertretung eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Plobannalec-Lesconil empfehlen sollte. Dieses sollte, mal wieder rein pauschal und ohne ein Konzept von Seiten der Gemeinde, erfolgen.
15.10.2015 in Allgemein
Aus einer relativ friedlichen Gemeinde/Gemeinschaft wird eine geteilte. Menschen, die sich beim Sport, in der Gaststätte oder anderen Freizeitaktivitäten bisher trafen, sehen ihre Mitmenschen plötzlich mit ganz anderen Augen. Es wird sich gestritten, teils beschimpft, im besten Fall nur der Kopf geschüttelt.
In der letzten Zeit wird der Artikel 1 unseres Grundgesetzes häufig zitiert. In diesem heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Doch die Grundregeln des gegenseitigen Respekts und Anstandes, das Akzeptieren einer anderen Meinung bleibt beim Thema Flüchtlinge bei vielen auf der Strecke.
Da werden diejenigen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, als „Gutmenschen“ beleidigt und verbal angefeindet. Diejenigen, die sich Sorgen machen, die ihre Sorgen oder Bedenken äußern, werden gnadenlos als Rechte oder gar als Nazis beschimpft und gebrandmarkt.
Ich bin in der Formulierung einiger vermutlich einer dieser „Gutmenschen“. Ja ich meine, dass es unsere verdammte Pflicht ist, Menschen zu helfen, die aus Angst um ihr Leben oder das ihrer Familie teils unter Einsatz desselben aus den Krisenregionen dieser Welt fliehen. Wie kann ich in meiner Wohnung oder meinem Büro sitzen und ignorieren, dass es Menschen gibt, die hier nur mit einer Handvoll Habseligkeiten ankommen. Die in Notunterkünften „leben“ oder mit mehr als hundert anderen in einer Flüchtlingsunterkunft. Ich kann das nicht.
Ich bin mir sicher, dass, jeder das Bedürfnis hat, Menschen in Not zu helfen.
Aber auch ich mache mir natürlich Sorgen.
Schafft Deutschland das?
Kriegen wir das hin?
12.09.2015 in Allgemein
Heute wurde ein Stele zur Ehrung der Familie Ziegler vor der Kita "Mischka" in der Gartenstraße eingeweiht. Für mich ein besonderer Tag, denn Anfang des letzten Jahres beantragte die SPD-Fraktion, zum Gedenken und zur Erinnerung an die Familie Ziegler eine Gedenktafel aufzustellen.
Die Eheleute Karl und Frida Ziegler zogen mit ihrem Sohn Karl-Heinz 1938 nach Glienicke/Nordbahn. Im Haus der heutigen Kita "Mischka“ befand sich zu dieser Zeit die Firma Becker, bei der Karl Ziegler als Betriebsschlosser, verbunden mit dem Posten des Hausmeisters, eine Anstellung fand und mit seiner Familie eine Betriebswohnung bezog. In der Zeit von 1942 bis 1945 versteckte die Familie Ziegler die Berliner Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung und rettete sie so vor dem Zugriff der Nazis.
Selma Weissbrod überlebte den Holocaust und lebte nach Kriegsende noch eine Zeit lang in Glienicke/Nordbahn, bevor sie nach Westberlin zog und schließlich nach Israel auswanderte.
31.07.2015 in Allgemein
Glienicke mausert sich. Vergleicht man das Glienicke aus den Jahren der Nachwendezeit mit dem heutigen Glienicke, so sieht man sehr schön, dass Glienicke eine aufstrebende Gemeinde ist. Viel hat sich getan in den letzten Jahren. Vor einigen Jahren wies die GfK Glienicke gar als die kaufkraftstärkste Kommune der neuen Bundesländer aus.
Alles schön, könnte man meinen, aber wehe man schaut hinter die Fassade. Wer sich Glienicke nicht leisten kann, der soll eben nicht herziehen, oder? Und wer sich Glienicke nicht mehr leisten kann, der soll halt woanders hinziehen. Gerade die älteren Glienicker, denen ihr Haus zu groß wird, wollen vielleicht in eine kleinere Wohnung ziehen, aber ist das so einfach? Leider nicht. Die Mieten in Glienicke/Nordbahn sind nicht preiswert. Einen Mietspiegel gibt es nicht. Vor einigen Jahren beantragte die Fraktion der Linken die Erstellung eines Mietspiegels für Glienicke. Dieser Antrag wurde von CDU/FDP und GBL abgelehnt.
Doch was bedeutet das für Mieter in Glienicke?
16.04.2015 in Allgemein
Wann immer ich in den vergangenen Jahren in die Glienicker Sporthalle gekommen bin, gab es für mich eine Konstante. Regelmäßig, gefühlt immer und zu jeder Zeit, traf man die gute Seele der Sportstätten an. Meistens gut gelaunt, manchmal auch brummig, aber immer hilfsbereit, wussten sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche, was sie an ihm hatten. Ein Blick und ein klares Wort von ihm genügten, und schon funktionierte es. Ein Hausmeister wie er sein soll, ist er gewesen. Klar und bestimmt, immer da, wenn man ihn brauchte und immer darauf bedacht, dass seine Sporthalle und die gesamten Sportstätten in Ordnung bleiben.
Wolfgang Teichert ist so ein Hausmeister mit Herz und Seele gewesen. Im März 2015 wurde er in den (Un)Ruhestand verabschiedet.
26.03.2015 in Allgemein
Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn verneigt sich vor dem mutigen und selbstlosen Handeln der Familie Ziegler während der Nazi-Zeit in Glienicke.
Die Eheleute Karl und Frida Ziegler zogen mit ihrem Sohn Karl-Heinz 1938 nach Glienicke/Nordbahn. Im Haus der heutigen Kita „Mischka“ befand sich zu dieser Zeit die Firma Becker, bei der Karl Ziegler als Betriebsschlosser, verbunden mit dem Posten des Hausmeisters eine Anstellung fand und mit seiner Familie eine Betriebswohnung bezog. In der Zeit von 1942 bis 1945 versteckte die Familie Ziegler die Berliner Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung und rettete sie so vor dem Zugriff der Nazis. Selma Weissbrod überlebte den Holocaust und lebte nach Kriegsende noch eine Zeitlang in Glienicke/Nordbahn, bevor sie nach Westberlin zog und schließlich nach Israel auswanderte.
Taten wie die hier beschriebene der Familie Ziegler sind ein Hoffnungsschimmer. Ein Hoffnungsschimmer aus einer Zeit, in der Widerstand oder auch Zivilcourage gegen ein unmenschliches System im Keim erstickt und bestraft wurde. Auch die Gewissheit, dass bei Entdeckung sie selbst die ganze menschenverachtende Härte des NS- Regimes zu spüren bekommen würden, hat die Familie Ziegler nicht davon abgehalten, die Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung vor dem Zugriff durch die Gestapo zu verstecken.
11.02.2015 in Allgemein
Manchmal hat man den Eindruck, dass nichts so läuft wie man es gerne hätte. Manchmal fragt man sich, warum man das alles überhaupt macht und überlegt, alles hinzuschmeißen. Das gilt vor allem, wenn es sich bei dem Engagement um ein Ehrenamt handelt, dem man, wie ich, einen Großteil seiner Freizeit „opfert“. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass es sich um ein politisches Ehrenamt handelt. Für einige Zeitgenossen ist man als Politiker per se „Freiwild“ – daran gewöhnt man sich mit der Zeit.
Sie kennen mich als Gemeindevertreter, der sich einbringt und immer deutlich sagt, was er denkt. Und der für das kämpft, was er für richtig und wichtig für unseren Ort hält. Das findet natürlich nicht immer die Zustimmung aller. Erst recht nicht bei denen, deren eigene politische Ziele ich damit oftmals in Frage stelle. Und ja: Ich polarisiere von Zeit zu Zeit mit dem, was ich sage und schreibe. Dies tue ich bewusst. Denn ist es nicht auch Aufgabe eines gewählten Gemeindevertreters, für Themen, die uns alle betreffen, zu sensibilisieren und gegebenenfalls auch zu mobilisieren?
Ich ernte für Positionen Widerspruch und oftmals auch persönliche Kritik. Damit kann ich (meistens) umgehen. Doch damit, die von mir vertretenen Positionen und Meinungen zu kritisieren, geben sich einige jetzt nicht mehr zufrieden:
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