19.05.2015 in Service
Die Glienicker Eltern sollen ihre Kita-Beiträge anteilig für die Tage des Kita-Streiks an denen die kommunalen Kitas in Glienicke geschlossen waren rückerstattet bekommen. Das sieht ein Antrag vor, den die Glienicker SPD-Fraktion zur Sitzung der Gemeindevertretung am 26. Mai eingebracht hat.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Uwe Klein:
"Streikbedingt sind auch in Glienicke kommunale Kindertagesstätten im Mai 2015 geschlossen worden. An den streikbedingten Schließtagen wurde von Seiten der Gemeinde also die vertragliche Leistung der Kinderbetreuung nicht erbracht. Vor diesem Hintergrund ist es nur logisch, den Gebührenschuldnern (in der Regel die Eltern) die Beiträge für die entsprechende Zeit zu erstatten.
Ein finanzielle Belastung für den Haushalt der Gemeinde Glienicke/Nordbahn entsteht nicht, da die streikenden Erzieher für die Streiktage kein Gehalt von der Gemeinde beziehen, sondern, so sie Mitglied einer Gewerkschaft sind, Streikgeld erhalten.
Es entspricht sicher nicht dem Willen der Gemeindevertretung, dass die Gemeinde aus dem Streik einen finanziellen Vorteil zieht. Dies würde aber der Fall sein, wenn auf der einen Seite die Gemeinde den Erziehern kein Gehalt zahlt, auf der anderen Seite aber von den Eltern Gebühren einbehält."
Wir sind uns sicher, dass unser Antrag zur anteiligen Rückerstattung der Kita-Beiträge in der Glienicker Gemeindevertretung auf breite Zustimmung stoßen wird.
29.04.2015 in Sport
Die Gemeinde Glienicke möchte einen 25-jährigen Mietvertrag für die noch zu bauende Sporthalle auf dem Schulcampus an der Schönfließer Straße abschließen. Das hat die Gemeindevertretung in ihrer April-Sitzung beschlossen. Dieser Beschluss steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Kommunalaufsicht des Landkreises Oberhavel als der für Glienicke zuständigen Aufsichtsbehörde.
Die Kommunalaufsicht wird unter anderem prüfen, ob diese Entscheidung zur Anmietung der noch zu bauenden Sporthalle wirtschaftlich und unter den Gesichtspunkten der uns auferlegten sparsamen Haushaltsführung den Regelungen der Kommunalverfassung und der entsprechenden Richtlinien entspricht.
Auf Nachfrage der SPD-Fraktion erklärte der Glienicker Bürgermeister Oberlack, dass nach rechtlicher Prüfung dieser Beschluss aus seiner Sicht allen rechtlichen Vorgaben entspricht. In diesem Punkt müssen wir Gemeindevertreter uns auf die Prüfung des Hauptverwaltungsbeamten und Bürgermeisters verlassen können.
16.04.2015 in Allgemein
Wann immer ich in den vergangenen Jahren in die Glienicker Sporthalle gekommen bin, gab es für mich eine Konstante. Regelmäßig, gefühlt immer und zu jeder Zeit, traf man die gute Seele der Sportstätten an. Meistens gut gelaunt, manchmal auch brummig, aber immer hilfsbereit, wussten sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche, was sie an ihm hatten. Ein Blick und ein klares Wort von ihm genügten, und schon funktionierte es. Ein Hausmeister wie er sein soll, ist er gewesen. Klar und bestimmt, immer da, wenn man ihn brauchte und immer darauf bedacht, dass seine Sporthalle und die gesamten Sportstätten in Ordnung bleiben.
Wolfgang Teichert ist so ein Hausmeister mit Herz und Seele gewesen. Im März 2015 wurde er in den (Un)Ruhestand verabschiedet.
14.04.2015 in Sport
67.000 Euro waren im letzten Jahr in der Haushaltsplanung der Gemeinde Glienicke/Nordbahn als Planungsmittel für die Erweiterung und Aufstockung des Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz Bieselheide eingeplant. Bisher waren diese Mittel mit einem Sperrvermerk versehen, so dass auch ein Fachplaner noch nicht mit der Arbeit beginnen konnte.
In der Sitzung des Sozialausschusses am 13. April wurden die Finanzmittel jetzt einstimmig freigegeben. Damit folgten die Mitglieder des Sozialausschusses dem Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Uwe Klein (SPD). Dessen Antrag sah vor, die Mittel freizugeben und den Fachplaner mit der Prüfung einer Aufstockung und eines Erweiterungsbaus zu beauftragen. Ein ähnlich lautender Antrag der CDU/Freie Demokraten zum gleichen Thema wurde zurückgestellt, soll dem Fachplaner aber inhaltlich zur Kenntnis gebracht werden.
Sofern auch der Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 16. April die Mittel freigibt, kann die Planungsphase für eine Erweiterung und Aufstockung des Sportfunktionsgebäudes in der Bieselheide beginnen. Auf der Grundlage dieser Fachplanung soll dann in gemeinsamer Beratung von Planungs- und Sozialausschuss zusammen mit den Sportvereinen eine Entscheidung vorbereitet werden, damit im nächsten Jahr gebaut werden kann.
Eine gute Entscheidung für den Glienicker Sport!
26.03.2015 in Allgemein
Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn verneigt sich vor dem mutigen und selbstlosen Handeln der Familie Ziegler während der Nazi-Zeit in Glienicke.
Die Eheleute Karl und Frida Ziegler zogen mit ihrem Sohn Karl-Heinz 1938 nach Glienicke/Nordbahn. Im Haus der heutigen Kita „Mischka“ befand sich zu dieser Zeit die Firma Becker, bei der Karl Ziegler als Betriebsschlosser, verbunden mit dem Posten des Hausmeisters eine Anstellung fand und mit seiner Familie eine Betriebswohnung bezog. In der Zeit von 1942 bis 1945 versteckte die Familie Ziegler die Berliner Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung und rettete sie so vor dem Zugriff der Nazis. Selma Weissbrod überlebte den Holocaust und lebte nach Kriegsende noch eine Zeitlang in Glienicke/Nordbahn, bevor sie nach Westberlin zog und schließlich nach Israel auswanderte.
Taten wie die hier beschriebene der Familie Ziegler sind ein Hoffnungsschimmer. Ein Hoffnungsschimmer aus einer Zeit, in der Widerstand oder auch Zivilcourage gegen ein unmenschliches System im Keim erstickt und bestraft wurde. Auch die Gewissheit, dass bei Entdeckung sie selbst die ganze menschenverachtende Härte des NS- Regimes zu spüren bekommen würden, hat die Familie Ziegler nicht davon abgehalten, die Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung vor dem Zugriff durch die Gestapo zu verstecken.
25.03.2015 in Sport
Die Gemeinde Glienicke möchte einen 25-jährigen Mietvertrag für die noch zu bauende Sporthalle auf dem Schulcampus an der Schönfließer Straße abschließen. Das hat in seiner gestrigen Sitzung der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Gemeindevertretung zum Beschluss nach stundenlangen zähen Verhandlungen einstimmig empfohlen. Sollte die Glienicker Gemeindevertretung der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses folgen, muss dieser Vertrag im Anschluss noch von der Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt werden.
Bereits in der ersten Sitzung des Sozialausschusses in dieser Legislaturperiode hatte ich einen Vorschlag unterbreitet, der es möglich machen sollte, dass für die Glienicker Sportvereine endlich genügend Sporthallenkapazitäten zur Verfügung stehen. Der von mir vor 9 (!!!) Monaten gemachte Vorschlag, das für den Bau der Sporthalle auf dem Schulcampus an der Schönfließer Straße benötigte Grundstück von der ASG im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zu pachten, wird jetzt von einem Finanzinvestor umgesetzt.
11.02.2015 in Allgemein
Manchmal hat man den Eindruck, dass nichts so läuft wie man es gerne hätte. Manchmal fragt man sich, warum man das alles überhaupt macht und überlegt, alles hinzuschmeißen. Das gilt vor allem, wenn es sich bei dem Engagement um ein Ehrenamt handelt, dem man, wie ich, einen Großteil seiner Freizeit „opfert“. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass es sich um ein politisches Ehrenamt handelt. Für einige Zeitgenossen ist man als Politiker per se „Freiwild“ – daran gewöhnt man sich mit der Zeit.
Sie kennen mich als Gemeindevertreter, der sich einbringt und immer deutlich sagt, was er denkt. Und der für das kämpft, was er für richtig und wichtig für unseren Ort hält. Das findet natürlich nicht immer die Zustimmung aller. Erst recht nicht bei denen, deren eigene politische Ziele ich damit oftmals in Frage stelle. Und ja: Ich polarisiere von Zeit zu Zeit mit dem, was ich sage und schreibe. Dies tue ich bewusst. Denn ist es nicht auch Aufgabe eines gewählten Gemeindevertreters, für Themen, die uns alle betreffen, zu sensibilisieren und gegebenenfalls auch zu mobilisieren?
Ich ernte für Positionen Widerspruch und oftmals auch persönliche Kritik. Damit kann ich (meistens) umgehen. Doch damit, die von mir vertretenen Positionen und Meinungen zu kritisieren, geben sich einige jetzt nicht mehr zufrieden:
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