10.02.2016 in Kommunalpolitik

Glienicker Provinzposse

 

Die Glienicker Grünen sind sich nicht mehr grün

„Die Bereicherung der Diskussionen um Aspekte der Nachhaltigkeit und Fairness, haben sich DIE GRÜNEN für Glienicke auf die Fahne geschrieben.“ Diese Aussage machten die Glienicker Grünen im Kommunalwahlkampf vor zwei Jahren und so kann man es noch heute auf ihrer Homepage nachlesen.  

Nachhaltigkeit und Fairness sollten mit den Grünen also 24 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich auch in der Glienicker Kommunalpolitik Einzug halten. Nach dem, was die Glienicker Grünen beziehungsweise einige deren Fraktionsvertreter im Gemeindeparlament in den vergangenen zwei Wochen abgeliefert haben, kann man nur sagen: „Thema verfehlt!“

Bereits im Herbst des letzten Jahres, gut ein Jahr nach der Kommunalwahl, sprachen erste Indizien für einen zunehmend schwierigeren Umgang innerhalb der vierköpfigen Fraktion Bündnis90/Die Grünen/Piraten. So wurde eine Gemeindevertreterin der Grünen vom Vorsitz des Planungsausschusses abberufen und als Ausschussmitglied durch einen Fraktionskollegen ersetzt, so dass sie in keinem der vier Fachausschüsse mehr Mitglied war. Und auch der Fraktionsvorsitzende wurde mal eben „ausgetauscht“. Mit der „Spaltung“ in zwei grüne Fraktionen Ende Januar haben sich die gewählten Gemeindevertreter der Fraktion Bündnis90/Die Grünen/Piraten nun gänzlich zerlegt.

18.12.2015 in Service

Neues Informationsangebot für Glienicke/Nordbahn

 

von Tim Pommeränig,  Ortsvereinsvorsitzender SPD
und Uwe Klein, Vorsitzender der SPD-Fraktion

Am 23. Dezember ist es endlich soweit! Die Erstausgabe von „Der Glienicker“ erscheint und wird an alle Haushalte in Glienicke verteilt.

„Der Glienicker“ ist ein neues Informationsangebot der Glienicker SPD. Er  wird vierteljährlich erscheinen und kostenlos an alle Glienicker Haushalte verteilt, sowie auf unserer Homepage und unserer Facebookseite veröffentlicht.

15.12.2015 in Allgemein

Gemeindepartnerschaft auf den Weg gebracht

 

Am Montag den 14. Dezember trafen sich die Mitglieder des Glienicker Sozialausschusses zu ihrer letzten Sitzung vor der wohlverdienten Weihnachtspause.

Mit dem letzten Tagesordnungspunkt legte der Bürgermeister einen Beschluss vor, dem zufolge der Sozialausschuss der Gemeindevertretung eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Plobannalec-Lesconil empfehlen sollte. Dieses sollte, mal wieder rein pauschal und ohne ein Konzept von Seiten der Gemeinde, erfolgen.

18.11.2015 in Kommunalpolitik

Unterlagen vorenthalten, Sportplatzausbau seit Jahren blockiert

 
Foto: Uwe Klein

Das Funktionsgebäude auf dem Sportplatz Bieselheide ist zu klein geworden. Es fehlen Umkleide- und Funktionsräume. Das ist allen Beteiligten aus Sportvereinen und Sozialausschuss auch längstens bekannt. Folgerichtig wurden vor einigen Jahren bereits Mittel für die Planung des Um- und Ausbaus des Funktionsgebäudes im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt.

Im Frühjahr des Jahres 2013 beantragte die CDU/FDP-Fraktion die Aufstockung des Gebäudes auf dem Sportplatz. Von Seiten der SPD-Fraktion wurde ein Konzept für den Ausbau der Sportplatzgebäude, auch durch einen Erweiterungsbau, vorgelegt.

Ursprünglich sollte, nach dem Willen der Gemeindevertreter, bereits in diesem Jahr der Um- und Ausbau des Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz erfolgen. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2015 wurde diese Baumaßnahme jedoch in das Jahr 2016 verschoben, da weder die finanziellen Mittel vorhanden noch, so die Aussage der Verwaltungsspitze, zu diesem Zeitpunkt Planungsunterlagen vorlagen. Eine herbe Enttäuschung für die Glienicker Sportvereine, aber sie akzeptierten diese Entscheidung sportlich, weil ihnen zugesagt wurde, dass im Jahr 2016 dann ganz bestimmt gebaut wird.

Zur gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Sozialausschusses am 2. November 2015 lagen jetzt endlich Entwurfsplanungen vor. Eher zufällig „stolperte“ eine Vertreterin der GBL über das auf den Planungsunterlagen angegebene Erstellungsdatum. Auf den Planungsunterlagen wurde vom Planer als Erstellungsdatum der Juli 2013 (!!!) angegeben. Wer wie ich an einen Schreibfehler glaubte, wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Wie auch der Planer zwischenzeitlich bestätigte, liegen die Entwurfsplanungen seit über zwei Jahren in der Gemeindeverwaltung vor.

19.10.2015 in Sport

Bau der neuen Sporthalle beginnt

 

Die Bauarbeiten für die neue Sporthalle an der Schönfließer Straße sollen in 4-6 Wochen beginnen, darüber informierte der Schulleiter des Neuen Gymnasiums am 10. Oktober beim Tag der offenen Tür. Somit rollen Ende Oktober/November die Bagger an. Die Fertigstellung ist für September 2016 geplant. Die Sporthalle wird von einem Finanzinvestor errichtet. Über die Laufzeit von 25 Jahren zahlt die Gemeinde Glienicke über 6 Millionen Euro Miete für die Halle.
Mit der zweiten Sporthalle werden endlich genügend Zeiten für die Glienicker Sportvereine zur Verfügung stehen und die Schüler des Gymnasiums müssen für ihren Sportunterricht nicht mehr quer durch den ganzen Landkreis fahren.

15.10.2015 in Allgemein

Was passiert gerade mit uns?

 

Aus einer relativ friedlichen Gemeinde/Gemeinschaft wird eine geteilte. Menschen, die sich beim Sport, in der Gaststätte oder anderen Freizeitaktivitäten bisher trafen, sehen ihre Mitmenschen plötzlich mit ganz anderen Augen. Es wird sich gestritten, teils beschimpft, im besten Fall nur der Kopf geschüttelt.
In der letzten Zeit wird der Artikel 1 unseres Grundgesetzes häufig zitiert. In diesem heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Doch die Grundregeln des gegenseitigen Respekts und Anstandes, das Akzeptieren einer anderen Meinung bleibt beim Thema Flüchtlinge bei vielen auf der Strecke.
Da werden diejenigen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, als „Gutmenschen“ beleidigt und verbal angefeindet. Diejenigen, die sich Sorgen machen, die ihre Sorgen oder Bedenken äußern, werden gnadenlos als Rechte oder gar als Nazis beschimpft und gebrandmarkt.
Ich bin in der Formulierung einiger vermutlich einer dieser „Gutmenschen“. Ja ich meine, dass es unsere verdammte Pflicht ist, Menschen zu helfen, die aus Angst um ihr Leben oder das ihrer Familie teils unter Einsatz desselben aus den Krisenregionen dieser Welt fliehen. Wie kann ich in meiner Wohnung oder meinem Büro sitzen und ignorieren, dass es Menschen gibt,  die hier nur mit einer Handvoll Habseligkeiten ankommen. Die in Notunterkünften „leben“ oder mit mehr als hundert anderen in einer Flüchtlingsunterkunft. Ich kann das nicht.
Ich bin mir sicher, dass, jeder das Bedürfnis hat, Menschen in Not zu helfen.

Aber auch ich mache mir natürlich Sorgen.
Schafft Deutschland das?
Kriegen wir das hin?

 

12.09.2015 in Allgemein

"Mutig"

 
Foto: privat

Heute wurde ein Stele zur Ehrung der Familie Ziegler vor der Kita "Mischka" in der Gartenstraße eingeweiht. Für mich ein besonderer Tag, denn Anfang des letzten Jahres beantragte die SPD-Fraktion, zum Gedenken und zur Erinnerung an die Familie Ziegler eine Gedenktafel aufzustellen.

Die Eheleute Karl und Frida Ziegler zogen mit ihrem Sohn Karl-Heinz 1938 nach Glienicke/Nordbahn. Im Haus der heutigen Kita "Mischka“ befand sich zu dieser Zeit die Firma Becker, bei der Karl Ziegler als Betriebsschlosser, verbunden mit dem Posten des Hausmeisters, eine Anstellung fand und mit seiner Familie eine Betriebswohnung bezog. In der Zeit von 1942 bis 1945 versteckte die Familie Ziegler die Berliner Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung und rettete sie so vor dem Zugriff der Nazis.

Selma Weissbrod überlebte den Holocaust und lebte nach Kriegsende noch eine Zeit lang in Glienicke/Nordbahn, bevor sie nach Westberlin zog und schließlich nach Israel auswanderte.

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