18.11.2015 in Kommunalpolitik

Unterlagen vorenthalten, Sportplatzausbau seit Jahren blockiert

 
Foto: Uwe Klein

Das Funktionsgebäude auf dem Sportplatz Bieselheide ist zu klein geworden. Es fehlen Umkleide- und Funktionsräume. Das ist allen Beteiligten aus Sportvereinen und Sozialausschuss auch längstens bekannt. Folgerichtig wurden vor einigen Jahren bereits Mittel für die Planung des Um- und Ausbaus des Funktionsgebäudes im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt.

Im Frühjahr des Jahres 2013 beantragte die CDU/FDP-Fraktion die Aufstockung des Gebäudes auf dem Sportplatz. Von Seiten der SPD-Fraktion wurde ein Konzept für den Ausbau der Sportplatzgebäude, auch durch einen Erweiterungsbau, vorgelegt.

Ursprünglich sollte, nach dem Willen der Gemeindevertreter, bereits in diesem Jahr der Um- und Ausbau des Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz erfolgen. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2015 wurde diese Baumaßnahme jedoch in das Jahr 2016 verschoben, da weder die finanziellen Mittel vorhanden noch, so die Aussage der Verwaltungsspitze, zu diesem Zeitpunkt Planungsunterlagen vorlagen. Eine herbe Enttäuschung für die Glienicker Sportvereine, aber sie akzeptierten diese Entscheidung sportlich, weil ihnen zugesagt wurde, dass im Jahr 2016 dann ganz bestimmt gebaut wird.

Zur gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Sozialausschusses am 2. November 2015 lagen jetzt endlich Entwurfsplanungen vor. Eher zufällig „stolperte“ eine Vertreterin der GBL über das auf den Planungsunterlagen angegebene Erstellungsdatum. Auf den Planungsunterlagen wurde vom Planer als Erstellungsdatum der Juli 2013 (!!!) angegeben. Wer wie ich an einen Schreibfehler glaubte, wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Wie auch der Planer zwischenzeitlich bestätigte, liegen die Entwurfsplanungen seit über zwei Jahren in der Gemeindeverwaltung vor.

19.10.2015 in Sport

Bau der neuen Sporthalle beginnt

 

Die Bauarbeiten für die neue Sporthalle an der Schönfließer Straße sollen in 4-6 Wochen beginnen, darüber informierte der Schulleiter des Neuen Gymnasiums am 10. Oktober beim Tag der offenen Tür. Somit rollen Ende Oktober/November die Bagger an. Die Fertigstellung ist für September 2016 geplant. Die Sporthalle wird von einem Finanzinvestor errichtet. Über die Laufzeit von 25 Jahren zahlt die Gemeinde Glienicke über 6 Millionen Euro Miete für die Halle.
Mit der zweiten Sporthalle werden endlich genügend Zeiten für die Glienicker Sportvereine zur Verfügung stehen und die Schüler des Gymnasiums müssen für ihren Sportunterricht nicht mehr quer durch den ganzen Landkreis fahren.

15.10.2015 in Allgemein

Was passiert gerade mit uns?

 

Aus einer relativ friedlichen Gemeinde/Gemeinschaft wird eine geteilte. Menschen, die sich beim Sport, in der Gaststätte oder anderen Freizeitaktivitäten bisher trafen, sehen ihre Mitmenschen plötzlich mit ganz anderen Augen. Es wird sich gestritten, teils beschimpft, im besten Fall nur der Kopf geschüttelt.
In der letzten Zeit wird der Artikel 1 unseres Grundgesetzes häufig zitiert. In diesem heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Doch die Grundregeln des gegenseitigen Respekts und Anstandes, das Akzeptieren einer anderen Meinung bleibt beim Thema Flüchtlinge bei vielen auf der Strecke.
Da werden diejenigen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, als „Gutmenschen“ beleidigt und verbal angefeindet. Diejenigen, die sich Sorgen machen, die ihre Sorgen oder Bedenken äußern, werden gnadenlos als Rechte oder gar als Nazis beschimpft und gebrandmarkt.
Ich bin in der Formulierung einiger vermutlich einer dieser „Gutmenschen“. Ja ich meine, dass es unsere verdammte Pflicht ist, Menschen zu helfen, die aus Angst um ihr Leben oder das ihrer Familie teils unter Einsatz desselben aus den Krisenregionen dieser Welt fliehen. Wie kann ich in meiner Wohnung oder meinem Büro sitzen und ignorieren, dass es Menschen gibt,  die hier nur mit einer Handvoll Habseligkeiten ankommen. Die in Notunterkünften „leben“ oder mit mehr als hundert anderen in einer Flüchtlingsunterkunft. Ich kann das nicht.
Ich bin mir sicher, dass, jeder das Bedürfnis hat, Menschen in Not zu helfen.

Aber auch ich mache mir natürlich Sorgen.
Schafft Deutschland das?
Kriegen wir das hin?

 

12.09.2015 in Allgemein

"Mutig"

 
Foto: privat

Heute wurde ein Stele zur Ehrung der Familie Ziegler vor der Kita "Mischka" in der Gartenstraße eingeweiht. Für mich ein besonderer Tag, denn Anfang des letzten Jahres beantragte die SPD-Fraktion, zum Gedenken und zur Erinnerung an die Familie Ziegler eine Gedenktafel aufzustellen.

Die Eheleute Karl und Frida Ziegler zogen mit ihrem Sohn Karl-Heinz 1938 nach Glienicke/Nordbahn. Im Haus der heutigen Kita "Mischka“ befand sich zu dieser Zeit die Firma Becker, bei der Karl Ziegler als Betriebsschlosser, verbunden mit dem Posten des Hausmeisters, eine Anstellung fand und mit seiner Familie eine Betriebswohnung bezog. In der Zeit von 1942 bis 1945 versteckte die Familie Ziegler die Berliner Jüdin Selma Weissbrod in ihrer Wohnung und rettete sie so vor dem Zugriff der Nazis.

Selma Weissbrod überlebte den Holocaust und lebte nach Kriegsende noch eine Zeit lang in Glienicke/Nordbahn, bevor sie nach Westberlin zog und schließlich nach Israel auswanderte.

03.09.2015 in Sport

Sporthalle auf den Weg gebracht

 

Mit großer Mehrheit wurde in der gestrigen Sitzung der Gemeindevertretung eine Änderung des Vorvertrages mit dem Finanzinvestor, der die Sporthalle an der Schönfließer Straße bauen möchte, beschlossen. Die Gemeinde wird die zu bauende Sporthalle vom Investor mieten und mit der ASG als Träger des „Neuen Gymnasium Glienicke“ einen Untermietvertrag schließen.

Per Beschluss wurde gestern die Option für den Kauf der Sporthalle durch die Gemeinde nach Ablauf der Mietzeit gestrichen. Durch die Streichung der Kaufoption ist eine Genehmigung des Vertrages durch die für Glienicke zuständige Kommunalaufsicht nicht mehr notwendig.

Vor der Sommerpause hatte ich nochmals in der Gemeindevertretung vorgeschlagen, dass die Gemeinde Glienicke die Sporthalle, mit Mediathek und Mensa, baut und an das Gymnasium in den Vormittagsstunden vermietet. Diese Variante ist aus meiner Sicht, so meine Äußerungen im Juli dieses Jahres in der Gemeindevertretung, nicht nur von der Kommunalaufsicht genehmigungsfähig, sondern auch die wirtschaftlichste.

20.08.2015 in Familie

Kita "Sonnenschein" muss saniert werden

 

Heute trafen sich die Mitglieder des Glienicker Sozialausschusses zu einer Sondersitzung in der Kita "Sonnenschein".
Viele Eltern und Erzieherinnen waren gekommen um zu hören, wie es in der Kita weitergeht.
Durch einen umfangreichen Feuchteschaden muss die Kita voraussichtlich ab November diesen Jahres geschlossen werden um saniert zu werden.
Für ca. 6 Monate müssen 145 Kinder und Erzieher in eine Übergangslösung untergebracht werden.

31.07.2015 in Allgemein

Wird Glienicke unbezahlbar?

 

Glienicke mausert sich. Vergleicht man das Glienicke aus den Jahren der Nachwendezeit mit dem heutigen Glienicke, so sieht man sehr schön, dass Glienicke eine aufstrebende Gemeinde ist. Viel hat sich getan in den letzten Jahren. Vor einigen Jahren wies die GfK Glienicke gar als die kaufkraftstärkste Kommune der neuen Bundesländer aus.

Alles schön, könnte man meinen, aber wehe man schaut hinter die Fassade. Wer sich Glienicke nicht leisten kann, der soll eben nicht herziehen, oder? Und wer sich Glienicke nicht mehr leisten kann, der soll halt woanders hinziehen. Gerade die älteren Glienicker, denen ihr Haus zu groß wird, wollen vielleicht in eine kleinere Wohnung ziehen, aber ist das so einfach? Leider nicht. Die Mieten in Glienicke/Nordbahn sind nicht preiswert. Einen Mietspiegel gibt es nicht. Vor einigen Jahren beantragte die Fraktion der Linken die Erstellung eines Mietspiegels für Glienicke. Dieser Antrag wurde von CDU/FDP und GBL abgelehnt.

Doch was bedeutet das für Mieter in Glienicke?

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"Das rote Mikro"