Kitagebühren jetzt senken, Familien nachhaltig entlasten

Veröffentlicht am 13.05.2016 in Familie

Grafik: SPD-Glienicke/Nordbahn

von Kathrin Kröger, SPD-Fraktion, Mitglied des Sozialausschusses
und Uwe Klein, SPD-Fraktion, Vorsitzender des Sozialausschusses

Die Beiträge für die Betreuung von Kindern in Kita, Hort und Tagespflege, die in Glienicke gezahlt werden, müssen nach Auffassung der SPD-Fraktion deutlich sinken. Bei der Beratung der Neufassung der Glienicker Kitasatzung fordert die SPD-Fraktion daher eine durchschnittliche Absenkung der Kitagebühren um 10 Prozent. Gerade Familien mit mehr als einem Kind sollen von dieser deutlichen Reduzierung der Kitabeiträge profitieren.

Neben der Initiative der Glienicker SPD auf Landesebene, nachdem das letzte Kitajahr beitragsfrei sein soll, siehe Glienicker Kurier, Ausgabe Mai 2016, Seite 30, ist es eine unserer zentralen gesellschaftlichen Aufgaben Familien mit Kindern zu entlasten.

Reich ist nicht gleich reich. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt zählt Deutschland zu den wohlhabenden Ländern Europas. Gemessen an der Kinderzahl stellen die Statistiker dem Land regelmäßig ein Armutszeugnis aus. Das kommt nicht von ungefähr.

Für die meisten Menschen ist es so, dass sie auf ein Stück materiellen Wohlstands verzichten müssen, wenn sie Kinder haben wollen. Doch das nehmen Eltern oftmals gerne in Kauf, denn Kinder bereichern das Leben ungemein. Alle Sorgen sind vergessen, wenn man das strahlende Lachen seines Kindes sieht. Doch im Alltag wird es Eltern schwer gemacht sich für Kinder zu entscheiden. Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht zwar immer wieder auf Wahlplakaten, doch nach den Wahlen scheint das wieder vergessen zu sein. In Deutschland gibt es einen Rechtsanspruch auf Kitabetreuung. Wir in Glienicke erfüllen diesen Rechtsanspruch, zumindest zu großen Teilen, denn durch Schließzeiten an Brückentagen, Fortbildungen und Schließtagen der Tagespflegen wird dieser bestehende Rechtanspruch auch in Glienicke nur eingeschränkt erfüllt. Hinzu kommt noch, dass die Gebühren in Glienicke enorm sind für berufstätige Eltern. Durch eine Senkung der Gebühren kann die Gemeinde Glienicke die Lebensqualität vieler Familien verbessern.

Die SPD-Fraktion wird sich für folgende Punkte bei der Neufassung der Glienicker Kitasatzung einsetzen:

  • Beitragsfreiheit für das 4. und 5. Kind, davon würden derzeit 10 Kinder profitieren
  • Rabatt auf den fälligen Kitabeitrag für das 2. Kind von 40 Prozent
  • Rabatt auf den fälligen Kitabeitrag für das 3. Kind von 50 Prozent
    von diesem Rabatt für das 2. und 3. Kind würden derzeit 291 Kinder profitieren
  • Mindestbetreuungszeit in den Kitas wird von 2 auf 4 Stunden angehoben

Die vorgeschlagenen Änderungen haben ein Gesamtvolumen von gut 100.000 Euro. Eine Summe die von der Gemeinde Glienicke/Nordbahn problemlos zu bewältigen sein sollte.

Diese Entlastung für Glienicker Eltern kann und darf nur ein erster Schritt hin zu einer Beitragsfreiheit für die Kinderbetreuung sein. Sie muss landesweit gelten und vom Land Brandenburg aus Haushaltsmitteln finanziert werden. Alles Wehklagen über zu wenige Geburten in Deutschland hilft nichts, wenn es nicht endlich als gesellschaftliche Aufgabe erkannt wird Familien zu entlasten.

 
 

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