Zum Thema: Fällungen von Alleebäumen in Glienicke

Veröffentlicht am 14.06.2013 in Umwelt

Entscheidungen hinterfragen

In sechs Glienicker Straßen sollen zwischen 2013 und 2019 die Straßenbäume komplett gerodet und durch neue ersetzt werden. Diesen „Austausch“ sieht ein entsprechender Beschluss der Gemeinde vor.

Niemand in der Glienicker Gemeindevertretung hat sich diesen Beschluss leicht gemacht. Verschiedene Optionen wurden wiederholt in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung diskutiert, Gutachten eingeholt, und nach Monaten schließlich nach bestem Wissen und Gewissen eine Entscheidung getroffen.

Glienicke ist immer noch eine grüne Gemeinde, auch wenn die Zahl der jedes Jahr gefällten Bäume in der Regel jeweils höher ist als die Zahl der im selben Jahr neu gepflanzten Bäume. Man könnte also feststellen, dass das Grün in Glienicke jedes Jahr Stück für Stück abnimmt.

Für mich nachvollziehbar hat sich der neu gegründete Ortsverband der Glienicker Grünen des Themas „Fällung der Alleebäume“ daher angenommen. Schon die Tatsache, dass die behördliche Genehmigung für die Fällung der Bäume immer noch nicht vorliegt, spricht aus meiner Sicht dafür, dass sich der Landkreis schwer damit tut, die Fällung kompletter Straßenzüge zu genehmigen.

So machte mich ein Vertreter der Glienicker Grünen darauf aufmerksam, dass in der Glienicker Karl-Marx-Straße nach dem Ausbau der Straße eine so genannten „Lückenbepflanzung“, also eine Neupflanzung von Straßenbäumen zwischen bestehenden Straßenbäumen praktiziert wurde.

Im Rahmen der Diskussion wurde von der Glienicker Gemeindeverwaltung wiederholt die Meinung vertreten, dass eine solche Lückenbepflanzung nicht möglich sei. Warum wurde dann in der Karl-Marx-Straße von der gleichen Gemeindeverwaltung eine Lückenbepflanzung durchgeführt? Es wäre interessant zu wissen, warum eine Lückenbepflanzung in der einen Straße möglich ist und in einer anderen nicht. Für mich besteht auf Grund dieser neuen Sachverhalte erneuter Diskussionsbedarf des Vorhabens.

Mir persönlich wäre es lieb, wenn die erneute Diskussion über die Rodung kompletter Straßenbäume neue Fakten aufzeigt werden, durch die es möglich wird, dass nicht alle Bäume gefällt werden müssen.

 
 

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