Wird Glienicke zum El Dorado für Kriminelle?

Veröffentlicht am 16.10.2009 in Allgemein

Am 15.Oktober meldeten die Zeitungen, dass die Brandenburger Polizei offenbar vor einem neuen personellen Aderlass steht. Finanzminister Rainer Speer (SPD) hat in den Sondierungsgesprächen mit Linke und CDU die Zielzahl von 5500 Polizistenstellen genannt. Bisher ist vereinbart, dass es Ende 2012 etwa 8500 Polizisten geben soll.
Bereits unter dem scheidenden brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm(CDU) hat sich die Polizeipräsenz massiv verschlechtert.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser noch an die Versuche aus dem Jahr 2004 in Glienicke eine eigene Polizeidienststelle einzurichten. Diese Bemühungen sind kläglich gescheitert, denn das zuständige Polizeipräsidium in Potsdam sah hierfür keine Notwendigkeit.

Schon jetzt kommt es in Notfällen zu Engpässen bei Polizeieinsätzen auch in Glienicke. Gerade nachts ist es mit der Polizeipräsenz in Glienicke nicht weit her.

Nicht selten kommt es vor, dass nach dem Eingang eines nächtlichen Notrufes bei der Polizei auch schon mal eine knappe Stunde vergeht, bis ein Einsatzwagen vor Ort ist. So unlängst geschehen im Sonnengarten, weil sich die diensthabenden Streifenwagenbesatzungen am anderen Ende des Einsatzbereiches der Wache Hennigsdorf im Einsatz befanden.

Sollten nun die Ideen des brandenburgischen Finanzministers Rainer Speer (SPD) 3000 Stellen bei der Polizei zu streichen Wirklichkeit werden, ist damit nach unserer Einschätzung die allgemeine Sicherheit nicht nur in Glienicke gefährdet sondern im gesamten Land Brandenburg.

Von diesem nun angedachten massiven Personalabbau bei der Brandenburger Polizei wäre auch die für Glienicke zuständige Polizeidienststelle in Hennigsdorf zweifellos betroffen.

Diebstähle, Wohnungseinbrüche, Graffitischmierereien oder andere Sachbeschädigungen, schon jetzt in Glienicke kein wegzudiskutierendes Problem, könnten von der Polizei mangels Personal kaum noch zeitnah verfolgt werden.

Hier sollte die Gemeinde Glienicke sich mit allen Städten und Gemeinden aus dem Bereich der Polizeidienststelle Hennigsdorf zusammenschließen und sich gemeinsam klar und deutlich für die Sicherheit in unseren Orten einsetzten.
Die SPD-Fraktion Glienicke/Nordbahn wird die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und dieses Thema in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung auf die Tagesordnung bringen.

 
 

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"Das rote Mikro"