Sportplatzmieten: Endlich dauerhafte Lösung

Veröffentlicht am 15.04.2011 in Kommunalpolitik

Ein Euro pro Stunde für Kinder- und Jugendmannschaften und fünf Euro für Erwachsene für ein halbes Spielfeld auf dem Sportplatz Bieselheide bzw. für die Außensportanlage an der Dreifeldhalle: diese Mieten wurden vom Sozialausschuss der Gemeindevertretung zum Beschluss empfohlen.
Noch im letzten Jahr wurde über wesentlich höhere Mieten für die Sportanlagen der Gemeinde diskutiert. Im Juni 2010 setzte die Mehrheit aus GBL und CDU/FDP im Sozialausschuss eine Miete von 10 Euro für ein Drittel des Sportplatzes durch.
Nur durch die Mobilisierung der Sportvereine und den vehementen Protest aus den Reihen der Linken und der SPD konnte dieser unsoziale Vorschlag der GBL und CDU/FDP in letzter Minute in der Gemeindevertretung im letzten Jahr verhindert werden.
Für die SPD-Fraktion standen zu jedem Zeitpunkt der Breitensport und die Nutzungsmöglichkeit für alle Vereine im Vordergrund. Eine Miete, wie im letzten Jahr von der GBL und CDU/FDP gefordert, ist für uns inakzeptabel und würde das Aus für den Breitensport in Glienicke bedeuten.

Nachdem die Gemeindevertretung in 2010 die derzeitige Miete bis Mitte 2011 befristet beschlossen hat, wurde jetzt über eine dauerhafte Miethöhe diskutiert.
Im Gegensatz zum Verlauf der Diskussion um die Sportplatzmieten im vergangenen Jahr, ist in diesem Jahr die Diskussion von Sachlichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt gewesen.
Von der Gemeindeverwaltung wurden mehrere Varianten für die zukünftige Miethöhe für den Sportplatz Bieselheide und die Außensportanlage vorgelegt.
Schnell einig waren sich alle Anwesenden Sozialausschussmitglieder, dass auch zukünftig die Vereine die Stromkosten für die Flutlichtanlage tragen sollen. Weiterhin boten die Sportvereine an, mehr Verantwortung für den Betrieb des Sportplatzes zu übernehmen. Somit können 50% der Personalkosten auf dem Sportplatz zukünftig eingespart werden.
In Zeiten, in denen Glienicke sich mit einem Haushaltsdefizit in nie dagewesenem Umfang befasst, ist die Übernahme von Teilverantwortung für den Betrieb des Sportplatzes durch die Vereine, eine wesentliche Entlastung für die Gemeindefinanzen.
Verabschiedet wurde vom Sozialausschuss einstimmig ein Vorschlag aus den Reihen der SPD-Fraktion. Der Vorschlag der SPD sieht eine Miete von 1 Euro pro Stunde für Kinder- und Jugendmannschaften und 5 Euro für Erwachsene für ein halbes Spielfeld auf dem Sportplatz Bieselheide bzw. die Außensportanlage an der Dreifeldhalle vor.
Dass der Vorschlag der SPD von den Mitgliedern des Sozialausschusses einstimmig der Gemeindevertretung zum Beschluss empfohlen wurde, zeigt deutlich, dass, wenn alle Fraktionen ohne parteipolitisches Gezänk an der Sache orientiert diskutieren, gute Lösungen für alle Betroffenen gefunden werden können.
Die SPD-Fraktion wünscht sich, dass dieser gute Diskussionsstil, den alle Fraktionen im Sozialausschuss ermöglicht haben, eine Signalwirkung für die anderen Fachausschüsse sowie die Gemeindevertretung hat.

 
 

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