Sportförderung für Erwachsene: Pech gehabt?

Veröffentlicht am 21.06.2009 in Kommunalpolitik

Erwachsene dürfen von der Gemeinde Glienicke/Nordbahn nicht gefördert werden. Die jährliche Sportförderung durch die Gemeinde soll nur Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. So argumentierte der Präsident des SCE-Glienicke (Nordbahn), Oliver Tusche, anlässlich des zweiten Treffens der Arbeitsgruppe des Sozialausschusses mit den Vorsitzenden der Glienicker Sportvereine.
Die SPD-Fraktion teilt diese Meinung von Herrn Tusche nicht!
Der Sport ist kein System für sich, sondern ist wichtiger Bestandteil durchgängig in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Kinder- und Jugendarbeit, Soziales und Gesundheit sind untrennbar mit dem Sport verbunden. Der Staat als Träger öffentlicher Belange hat bei weitem nicht die Ressourcen, um in ausreichendem Maße Sportangebote für Jung und Alt anbieten zu können. Er bekommt Hilfe durch eine Vielzahl von Vereinen. Ihre Arbeit basiert in erster Linie auf freiwilligem ehrenamtlichem Engagement. Der Sportverein nimmt damit eine besondere Stellung ein. Seine Bedeutung ist in kultureller und gesundheitspolitischer wie auch in pädagogischer Hinsicht nicht gering zu schätzen.
Sport verbindet Generationen. Er hat für viele Menschen in Glienicke eine große Bedeutung.
Für die SPD-Fraktion ist die Förderung des Erwachsenensportes deshalb ebenso wichtig wie die Förderung des Kinder- und Jugendsportes.

Diese Meinung haben wir auch im besagten Treffen der Arbeitgruppe zur Überarbeitung der Satzung der Sportstättenmieten und Überarbeitung der Sportförderrichtlinie der Gemeinde gegenüber dem Präsidenten des SCE-Glienicke (Nordbahn) vertreten. Der SCE bietet in Kooperation mit dem Vitadeum Reha-Sport an. Reha-Sport ist unter anderem für Herzkranke oder am Herzen Operierte lebenswichtig, verlängert er doch die Lebenserwartung der Betroffenen deutlich. Nach Aussage des Präsidenten des SCE Oliver Tusche verlangt der SCE von seinen Mitgliedern für den Reha-Sport einen Monatsbeitrag von 50,- Euro. Hinzu kommen, nach ärztlicher Verordnung, noch einmal 20,- Euro von der jeweiligen Krankenkasse.
Auf die Frage, was denn mit den Betroffenen sei, die sich diese 50,- Euro Mitgliedsbeitrag für diesen für sie lebenswichtigen Reha-Sport im SCE nicht leisten könnten, antwortete der Präsident des SCE Oliver Tusche lapidar: „Die haben dann eben Pech gehabt.“
Man beachte: Der SCE Glienicke ist ein gemeinnütziger Sportverein!
So eine Einstellung ist für die SPD-Fraktion untragbar und bestärkt uns in unserem Bemühen, die Sportförderung der Gemeinde für die Erwachsenen weiterzuführen. Auch wenn in der Arbeitsgruppe des Sozialausschusses noch keine Einigkeit über die Höhe der individuellen Sportförderung herrscht, so zeichnet sich aber schon jetzt ab, dass Kinder- und Jugendliche eine höhere Sportförderung erhalten werden. Die Sportförderung für die Erwachsenen wird deshalb aber nicht eingestellt.

 
 

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