Jutta Lieske: Krippenausbau: Investieren in Zukunft

Veröffentlicht am 09.12.2008 in Landespolitik

Potsdam – In Brandenburgs Kinder-Krippen wird stark investiert: Aus einem Bundesprogramm können bis zum Jahr 2013 fast 57 Mio. Euro verbaut werden. Hinzu kommen 55 Mio. Euro für Betriebskosten. Die Kommunen stellen ergänzende Mittel zur Verfügung. Jutta Lieske, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Damit wird die Betreuung in Brandenburg weiter verbessert.“ Zugleich fordert sie eine künftig bessere Personalausstattung in Brandenburgs Krippen und Kitas.

Das Investitionsprogramm, das Jugend- und Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) heute in der SPD-Fraktion vorstellte, beruht auf einer Vereinbarung von Bund, Ländern und Kommunen vom vergangenen Jahr. Jutta Lieske: „Ab 2013 besteht ein bundesweiter Rechtsanspruch auf einen Platz für die Kleinsten. Bayern will, dass es dann auch die ´Herdprämie` gibt: Geld an Eltern, auch wenn die unter Dreijährigen zu Hause bleiben. Das halte ich für völlig falsch.“

Da Brandenburg bereits für 42 % der Kleinkinder Plätze anbieten kann, dient das Programm insbesondere der Verbesserung der Gebäude, der Außenanlagen und der Ausstattung. Andere Bundesländer dagegen beginnen erst jetzt, eine Krippen-Infrastruktur aufzubauen.

Jutta Lieske: „Wir müssen die Angebote dennoch bedarfsgerecht weiter erhöhen.“ Sie fordert zugleich mehr Mittel für Personal für die Kinderbetreuung: „Unsere hervorragende Versorgungsquote kostet sehr viel. Da sind wir bundesweit vorne. Wir müssen aber die Qualität über den Personalschlüssel ausbauen. Das wird zwar teuer, müssen wir uns aber leisten. Im laufenden Haushalt bis Ende 2009 ist dies aber nicht mehr möglich. Allein eine Erhöhung der Personalausstattung in der Krippe von 1 zu 7 Kinder auf 1 zu 6 kostet jährlich etwa 17 Mio. Euro zusätzlich.“

Die Brandenburgischen Kreise erhalten die Gelder entsprechend der Anzahl der unter-Dreijährigen Kinder. Bisher sind 4,5 Mio. Euro bewilligt. Dahinter stehen 13, 1 Mio. Euro Investitionen in zahlreichen Dörfern und Städten. Spitzenreiter sind bisher Spree-Neisse mit 730.000 Euro und Dahme-Spreewald mit 660.000 Euro. Weitere Anträge mit einem Investitionsvolumen von knapp 9 Mio. Euro sind in Bearbeitung.

 
 

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