Jutta Lieske zur Novelle des Kita-Gesetzes

Veröffentlicht am 01.07.2010 in Landespolitik

Gute Kita, gute Chancen

Potsdam. Der Brandenburgische Landtag hat heute die Novelle des Kita-Gesetzes beschlossen. Das Gesetz sieht einen verbesserten Betreuungsschlüssel in den Betreuungseinrichtungen vor. SPD-Bildungspolitikerin Jutta Lieske sieht darin einen wichtigen Schritt zu individueller Förderung von Anfang an.

„Je früher und intensiver Kinder gefördert werden, desto bessere Möglichkeiten und größere Chancen haben sie im Leben“ sagte Lieske. „Deswegen ist es wichtig, auch bei angespannter Haushaltslage nicht bei den Kleinsten zu sparen“.

Die Abgeordnete, selbst ehemalige Kita-Erzieherin führt Ergebnisse einer US-Studie zur frühkindlichen Bildung an: „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder, die eine gute Kita besucht haben, in der Schule erfolgreicher sind, bessere Jobs bekommen und damit später auch ein höheres Einkommen haben“. Davon profitiere nicht nur der Einzelne, sondern die gesamte Gesellschaft. „Junge Menschen, die eine qualitativ hohe Bildung erfahren sind seltener von Sozialleistungen abhängig und bezahlen im Schnitt mehr Steuern. Jeder Euro, der jetzt in die Kindertagesstätten im Land investiert wird rechnet sich also auch wirtschaftlich“, erklärte Lieske.

Nach dem geänderten Kindertagesstättengesetz werden künftig bei den unter Dreijährigen nur noch sechs Kinder von einer Fachkraft betreut. Bei den Drei- bis Sechsjährigen werden sich nur noch 12 Kinder eine Erzieherin oder einen Erzieher teilen. In diesem Jahr belaufen sich die Mehrausgaben für diese Verbesserung auf neun Millionen Euro. Ab 2011 wir das neue Kita-Gesetz das Land jährlich 36 Millionen Euro kosten. Ab dem 1. Oktober können so landesweit neue Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden. Die Träger müssen nun qualifiziertes Personal gewinnen, und gegebenenfalls weiter ausbilden. Die neue Kita-Personalverordnung stärkt die praxisbegleitende Ausbildung und eröffnet so auch Quereinsteigern die Möglichkeit, in den Kitas zu arbeiten.

Jutta Lieske sieht nicht nur das Land in der Verantwortung. „Auch die Landkreise, Kommunen und Träger können ihren Beitrag leisten, die frühkindliche Bildung zu verbessern“ appellierte sie. Es gebe beispielsweise Träger, die eine stundenweise Freistellung der Kita-Leiterinnen und -Leiter finanzierten, damit diese sich intensiver ihren Leitungsaufgaben widmen können.

 
 

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