Potsdam. Die Koalitionsfraktionen bringen zur nächsten Landtagssitzung einen Antrag zur Evaluation und Fortschreibung des Schulressourcenkonzepts in den Landtag ein (siehe Anhang DS 5/884). Dazu erklären Gerrit Große, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE und Thomas Günther, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
Brandenburg braucht im Bildungsbereich eine verlässliche Personalplanung. Diese muss die Bedarfe anhand der aktuellen Schülerzahlentwicklung, der Altersstruktur der Lehrkräfte und der künftig benötigten und auszubildenden Lehrkräfte präzise analysieren. Die Schlussfolgerungen wollen wir rechtzeitig ziehen.
Das Schulressourcenkonzept von 2007 hätte erst 2012 fortgeschrieben werden müssen, die Koalition ist aber der Auffassung, dass eine vorfristige Fortschreibung geboten ist, denn: Wir können nur rechtzeitig aktiv werden, wenn wir bevorstehende Entwicklungen frühzeitig erkennen. Die Koalition will die Lehrer-Schüler-Relation auf 1 zu 15,4 verbessern und erhalten. Dabei müssen wir dem Ausscheiden von zahlreichen Lehrkräften aus Altergründen in den nächsten vier Jahren die notwendigen Neu- bzw. Ersatzeinstellungen gegenüberstellen.
Da es in anderen Bundesländern ähnliche Entwicklungen gibt, gilt es, zeitnah Konzepte zu entwickeln und Maßnahmen einzuleiten, um einen Mangel an Lehrkräften zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir die Bedingungen dafür schaffen, Absolventen der Hochschulen in Brandenburg zu halten und sie nicht an andere Bundesländer zu verlieren. Dazu zählen die Erhöhung der Zahl der einzustellenden Referendarinnen und Referendare und die Sicherung ausreichender Studienplätze an den Hochschulen zur Lehrerbildung. Zudem brauchen wir Möglichkeiten, Quereinsteiger einzustellen und fortzubilden sowie eine Überprüfung und Weiterentwicklung der Angebote in der Lehrer- und Weiterbildung.
Quelle: www.spd-fraktion.brandenburg.de