22.02.2021 in Bildung

Drei Klassen an Gymnasien fehlen

 
„Drei Klassen an Gymnasien fehlen! Es wird Zeit, endlich zu handeln“

SPD-Kreistagsfraktion plant neues Gymnasium in den S-Bahn-Gemeinden

Drei zusätzliche Klassenzüge werden an Gymnasien im Landkreis benötigt, um den Gymnasialbedarf in Oberhavel decken zu können. Das geht aus der aktuellen Bedarfsermittlung des Kreises hervor.

Für den Nordkreis besteht laut Landkreis kein Bedarf, weder an Grund- noch an Oberschulen oder Gymnasien. Doch im Südkreis besteht Handlungsbedarf.

 

Handlungsbedarf im Süden des Landkreises

In erster Linie könnten räumliche Kapazitäten an Gymnasien erweitert werden, um Zügigkeiten zu erhöhen. Aus der Analyse des Landkreises geht aber ferner hervor, dass der Bedarf auch durch ein neues dreizügiges Gymnasium im Südkreis gedeckt werden könnte.

Die Kreistagsfraktion der SPD/LGU/Tierschutz hat nun beantragt, dass der Landrat in den S-Bahn-Gemeinden (Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn) mögliche Standorte für ein weiteres dreizügiges Gymnasium ermitteln und auf ihre Geeignetheit für einen Neubau eines Gymnasiums prüfen soll. Über diesen Antrag entscheidet der Kreistag Oberhavel in seiner Sitzung am 10. März.

Ende des Jahres soll der für fünf Jahre geltende Schulentwicklungsplan vom Kreistag beschlossen werden. Bis dahin haben die Abgeordneten noch zahlreiche Debatten vor sich.

 

Umfangreicher Prüfauftrag bereits im November

Bereits im letzten Jahr hatten wir einen umfassenden Antrag zur Situation an den Gymnasien in unserem Bereich in den Kreistag eingereicht (vgl. Januar-Ausgabe, S. 40). Mit diesem Antrag sollte der Landrat beauftragt werden, mit dem Schulträger des privaten Glienicker Gymnasiums zu klären, ob und unter welchen Bedingungen das Neue Gymnasium Glienicke sowie das Neue Berufliche Gymnasium Glienicke in kreisliche Schulträgerschaft übergehen könnte. Ferner sollte der Landrat prüfen, ob und wie das Marie-Curie-Gymnasium am vorhandenen Hohen Neuendorfer Standort zu einem mindestens sechszügigen Gymnasium ausgebaut werden könne und Vorschläge für einen Standort für ein weiteres öffentliches Gymnasium im Planungsgebiet 2 (Oranienburg/Leegebruch) oder im Planungsgebiet 3 (Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn, Hohen Neuendorf, Mühlenbecker Land) zu entwickeln.

 

Vertane Zeit durch parteipolitisches Geplänkel

Doch anstatt sich inhaltlich und auf Basis vernünftiger Daten mit der schulischen Situation, gerade an den Gymnasien in unserem Bereich zu beschäftigen, machten einige Kommunalpolitiker daraus eine Grundsatzdebatte ausschließlich über das private Glienicker Gymnasium.

09.02.2021 in Kommunalpolitik

1. Virtuelles Glienicker Gespräch

 

Onlinesprechzeit der SPD-Fraktion: „Wir stellen uns Ihren Fragen und kümmern uns um eine Antwort“

Leider wird das gesellschaftliche Leben, wie wir es vor der Corona-Pandemie kannten, auch in absehbarer Zeit nicht wie gewohnt stattfinden. Um in Zeiten des andauernden Lockdowns in Kontakt mit unseren Nachbarn, Bürgern und Wählern zu bleiben, lädt die SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Glienicke/Nordbahn ab Februar zu einem regelmäßigen virtuellen Gespräch rund um sämtliche Glienicker Themen ein. „Wie schon mit unserem monatlichen Infostand zum Glienicker Trödelmarkt möchten wir auch außerhalb des Wahlkampfes ansprechbar sein“, bringt es die SPD-Fraktionsvorsitzende Kathrin Kröger auf den Punkt.

Haben Sie, lieber Glienickerinnen und Glienicker, ein aktuelles ortsbezogenes Thema, eine Frage oder möchten einfach mal wieder ins Gespräch kommen? Dann freuen wir uns auf Ihre Teilnahme mit den Mitgliedern unserer Fraktion beim:

1. Virtuelles Glienicker Gespräch

Mittwoch, 10.02.2021 um 19 Uhr

Anmeldedaten: siehe unten

Ihre

SPD-Fraktion

in der Gemeindevertretung Glienicker/Nordbahn

Verhaltensregeln:

*Bitte mit Vor- und Nachnamen anmelden.

*Nach der Anmeldung gelangen Sie in den Warteraum. Eine Moderatorin wird Sie hereinlassen. Ein Kennwort wird nicht benötigt.

*Um die Privatsphäre aller Teilnehmenden zu respektieren, dürfen ohne deren Zustimmung keine Screenshots geschossen oder anderweitige Aufnahmen gemacht werden.

*Teilnehmende, die nicht reden, schalten bitte ihr Mikrofon stumm.

*Teilnehmende, die etwas sagen möchten, können das „Hand-heben“-Symbol nutzen oder melden ihre Wortmeldung im Chat an.

Zoom-Meeting beitreten

Link: https://us02web.zoom.us/j/86119997140

Meeting-ID: 861 1999 7140

Ortseinwahl suchen: https://us02web.zoom.us/u/kbbjlgHTzt

Zoom Datenschutzerklärung:

https://zoom.us/de-de/privacy.html

29.01.2021 in Allgemein

Zukunft des Glienicker Trödelmarktes gesichert

 
Foto: Uwe Klein

Ein neuer Betreiber für den traditionellen Glienicker Trödelmarkt am Dorfteich wurde gefunden. Darüber informierte die Glienicker Gemeindeverwaltung in der Sitzung der Gemeindevertretung am 26.01.2021.

Ursprünglich war die Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages für Ende Januar vorgesehen. Der neue Betreiber hat allerdings darum gebeten den Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt unterschreiben zu dürfen. Da in der Coronazeit die Kontakte minimiert werden sollen, ein verständlicher Wunsch.

Der Zeitpunkt Wiederaufnahme des Betriebs des Trödelmarktes hängt an der Corona-Situation.

27.01.2021 in Allgemein

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Glienicke/Nordbahn

 

Am heutigen Vormittag fand in Glienicke Corona bedingt die Gedenkveranstaltung um 27. Januar im sehr kleinem Kreis statt.

Ort: Gerhard-Weiß-Denkmal auf dem Friedrich-Wegner-Platz, Glienicke/Nordbahn

 

Meine Rede auf der Gedenkveranstaltung:

Es gilt das gesprochene Wort!
 

Der 27. Januar ist seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Ein Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Wir gedenken der Ermordeten und Gequälten: der Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der Kommunisten, der Sozialdemokraten und politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu „Minderwertigen“ oder Gegnern erklärt und verfolgt hatte. Wir gedenken auch derer, die der nationalistischen Ideologie und dem Unrechtsregime der Nazis mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten.

Der vom damaligen Bundespräsident Roman Herzog 1996 proklamierte Gedenktag geht auf den 27. Januar 1945 zurück. An diesem Tag erreichten Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.

Orte des Leids und des Grauens. Aus amtlichen Bevölkerungsstatistiken geht hervor, dass bis zum Krieg in Europa etwa 11 Millionen Juden lebten.

Spätere Zahlen nach dem Krieg ergaben, dass 5 Millionen europäische Juden den Holocaust überlebt haben. 11 Millionen hatte es gegeben, 5 Millionen überlebten – die Differenz: 6 Millionen. 6 Millionen, die systematisch gefoltert, geknechtet, erniedrigt, entrechtet und ermordet wurden.

Noch heute kann einem nur das Grauen packen, wenn man daran denkt, was in der Zeit des Nazi-Regimes Menschen anderen Menschen angetan haben. Kann man die Täter von damals als Menschen bezeichnen? Ich weiß es nicht. Mir fehlt ein Wort, das die Unmenschlichkeit der damaligen Täter beschreibt.

In diesem Zusammenhang wird häufig von der Schuld der Deutschen gesprochen. Doch wo hört die Schuld auf und fängt die Verantwortung für ein Gedenken an?

Nein, es gibt keine Kollektivschuld des heutigen Deutschlands. Es gibt keine Kollektivschuld der heutigen Generationen Deutschlands. Schuld nicht, aber Verantwortung. Verantwortung dafür, dass die Verbrechen der Nazis gegen die Menschlichkeit nie vergessen werden.

Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Demokratie zu stärken, um zu verhindern, dass solch ein Verbrechen sich wiederholt. Wer die Demokratie und somit unser demokratisches Gemeinwesen in Frage stellt, gefährdet nicht nur unsere Grundwerte, er nimmt billigend in Kauf, dass in Deutschland Unrecht wieder zur Normalität wird.

Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Wer die Verantwortung für die Erinnerung ignoriert, ermordet die Opfer ein zweites Mal.

Uwe Klein, Vorsitzender der Gemeindevertretung Glienicke/Nordbahn

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