Der „Sport-Club Empor Glienicke-Nordbahn von 2007 e.V“.(SCE) lädt am kommenden Dienstag zu einem Pressegespräch zum Thema „Kinder & jugendfreundliche Sportförderung“ in das „Vitadeum“ Glienicke. Grundsätzlich ist nichts daran auszusetzen, wenn sich ein Sportverein zu Fragen der gemeindlichen Sportförderung positioniert und Forderungen formuliert. In der letzten Sitzung des Glienicker Sozialausschusses stand die Gründung einer Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Entgeltsatzung (unter anderem Sporthallenmiete) auf der Tagesordnung. Bereits in dieser Sitzung des Sozialausschusses habe ich betont, dass es für die SPD-Fraktion eine Selbstverständlichkeit ist, dass nachdem die Grundzüge in der AG besprochen wurden Vertreter aller Glienicker Sportvereine bei der AG mit am Tisch sitzen.
Als zumindest erstaunlich ist der Kreis der Eingeladenen zu bezeichnen.
Zitat aus dem Schreiben von Oliver Tusche (Präsident vom SCE): „Zum Gespräch neben der Presse haben wir den Bürgermeister Herrn Bienert, den Sozialausschussvorsitzenden Herrn Prof. Dr. Elepfandt, Vertreter aus dem Sozialausschuss der CDU-Glienicke und weitere Glienicker Sportvereine eingeladen“.
Ein Präsident eines Sportvereins und gescheiterter Kandidat der CDU für die Wahlen zur Gemeindevertretung meint also offensichtlich, mit „seinem“ Sportverein nun parteipolitisch agieren zu können. Anders ist es doch wohl nicht zu erklären, dass neben dem Sozialausschussvorsitzenden und dem Bürgermeister nur CDU Vertreter aus dem Sozialausschuss eingeladen wurden.
Dieses parteipolitische Taktieren des Präsidenten des SCE ist für eine konstruktive Debatte kontraproduktiv. Man wird sich zukünftig fragen müssen, ob der Schwerpunkt des SCE im Sport oder in der Politik liegt.