Schulentwicklungsplanung in der Diskussion

Veröffentlicht am 14.12.2011 in Bildung

Mit einer guten und inhaltlichen Diskussion bereiten die Mitglieder des Glienicker Sozialausschusses die gemeindliche Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan des Landkreises Oberhavel vor.
Die Mitglieder des Sozialausschusses haben mit ihrer letzten Sitzungen im Jahr 2011 ein umfassendes Arbeitspensum bewältigt. Nach der Sitzung zur Haushaltsberatung am 7. November und der regulären Sitzung am 22. November traf man sich noch zweimal, um über den Schulentwicklungsplan zu sprechen. Am 29. November mit den Sozialausschüssen der S-Bahn-Gemeinden und am Nikolaustag, um die Stellungnahme der Gemeinde Glienicke vorzubereiten. Jedem, der sich auch nur oberflächlich je mit einer Schulentwicklungsplanung beschäftigt hat, wird klar sein, dass gerade eine Schulentwicklungsplanung eine umfassende Beratung in den Fachgremien erfordert und das, ohne die anderen für Glienicke wichtigen Themen zu vernachlässigen.
Alle Fraktionen waren aufgefordert, bis zur Sitzung am 6. Dezember 11 ihre Anmerkungen zum Schulentwicklungsplan einzureichen. Von der Glienicker Bürgerliste, wie natürlich auch von der SPD geschah dieses, wie bei der Diskussion um einen Schulentwicklungsplan üblich, gewohnt inhaltlich fundierten Art und Weise.
Leider stellte die CDU/FDP ihre inhaltlich Abstinenz in den Fragen der Bildungspolitik vor Ort mit ihrer Stellungnahme unter Beweis.

Nur ein Beispiel: Die CDU/FDP wird nicht müde in Bezug auf die Gesamtschule Mühlenbeck, von einem Mammut-Campus zu sprechen. Leider verkennt sie dabei wie Realitäten oder hat einfach den Entwurf des Landkreises zur Schulentwicklungsplanung nicht gelesen. Die aktuell zur Diskussion stehende Schulentwicklungsplanung sieht zukünftig eine maximale Sechszügigkeit der Gesamtschule Mühlenbeck vor und das bei einer Absenkung der Schülerzahlen auf durchschnittlich 25,5 pro Klasse. Das sind 3 Schüler pro Jahrgang mehr, als es die gemeinsamen Planungen der Gemeinde Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn, denen auch die CDU zugestimmt hat, bisher vorsah.
In der im Glienicker Sozialausschuss erarbeiteten Stellungnahme der Gemeinde Glienicke, die heute Abend von der Gemeindevertretung beschlossen werden soll, sieht im Schwerpunkt folgende Punkte vor:

• Die 4. Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes (SEP) zeigt deutlich eine Verbesserung in den Aussagen und der Lesbarkeit zur Entwicklung der Schullandschaft im Landkreis Oberhavel. Grundsätzlich ist anerkennend festzuhalten, dass die Schullandschaft im Landkreis Oberhavel weit gefächert ist und viele Möglichkeiten bietet, um einen qualifizierten Schulabschluss zu absolvieren. Insbesondere gibt es im Planungsgebiet 3 mit dem Marie-Curie-Gymnasium, dem Neuen Gymnasium Glienicke und den Gesamtschulen in Mühlenbeck und Birkenwerder für sehr viele Kinder die Chance, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

• Das Bevölkerungswachstum in den S-Bahn-Gemeinden ist im derzeitigen Entwurf nicht beziehungsweise unzureichend berücksichtigt und muss entsprechend korrigiert werden.

• Die weitere Anhebung der Zügigkeit an den vorhandenen Gesamtschulen, insbesondere die an der Gesamtschule in Mühlenbeck, ist jedoch nicht gewollt, um hier im Interesse der Schülerinnen und Schüler einen Mammut-Campus zu vermeiden. Aus diesem Grund schlagen wir vor, die Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule auszubauen und sie bei Bedarf zu einer Gesamtschule zu erweitern.

• Die Gesamtschulen in Mühlenbeck und Birkenwerder sollten 6-zügig laufen, um den dauerhaften Betrieb einer gymnasialen Oberstufe zu garantieren.

• Das Neue Gymnasium Glienicke trägt mit einer hochqualitativen Gymnasialausbildung im Planungsgebiet 3 zur Bedarfsdeckung im Gymnasialbereich bei. Es muss daher im neuen SEP des Landkreises Oberhavel als zur Bedarfsdeckung erforderlich ausgewiesen werden.

• Für das Marie-Curie-Gymnasium ist die dauerhafte 5-Zügigkeit notwendig, damit den Schulkindern auch weiterhin ein staatliches Gymnasium in Wohnortnähe angeboten werden kann.

• Bereits mit der Stellungnahme zur 3. Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes 2007 hatten die Gemeinden Glienicke/Nordbahn und Mühlenbecker Land gefordert, dass der Bedarf an Schulplätzen im Mikroterritorium 3 auch im Mikroterritorium 3 gedeckt wird. Diese Forderung wird leider nach wie vor nicht erfüllt.

Ein gerade für die SPD-Fraktion wichtiges Thema, die Schülerbeförderung, soll auch in die Stellungnahme der Gemeinde Eingang finden. Hierzu heißt es im Entwurf der Stellungnahme des Sozialausschusses:

• Sicherlich ist auch für Kinder aus Glienicke/Nordbahn, Birkenwerder, Hohen Neuendorf oder Mühlenbecker Land eine Anreise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu einer weiter entfernten Schule ebenso zumutbar wie für ein Kind in Fürstenberg oder Zehdenick. Allerdings macht es keinen Sinn, teure Schülerbeförderung für große Kinderzahlen vorzusehen, wenn die Problematik durch ein bedarfsgerechtes wohnortnahes Schulangebot entschärft werden könnte.

Der Entwurf der Stellungnahme zu Schulentwicklungsplanung wurde vom Sozialausschuss der Gemeindevertretung einstimmig zum Beschluss empfohlen. Die Gemeinden Birkenwerder, Mühlenbecker Land und die Stadt Hohen Neuendorf sollen eingeladen werden, sich unserer Stellungnahme anzuschließen, um gemeinsam der Stellungnahme mehr Gewicht zu verleihen.

 

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