Neue Boule-Anlage in der Kritik

Veröffentlicht am 02.09.2008 in Kommunalpolitik

Die derzeit im Bau befindliche Boule-Anlage im Bereich des Sonnengartens Glienicke stößt auf den teils vehementen Widerstand der Anwohner.
Bereits während des Tagesordnungspunktes „Einwohneranfragen“ des Infrastrukturausschusses am Montag den 1. September meldeten sich zwei Anwohner zu Wort und machten ihrem Unmut über die Boule-Anlage Luft.

Doch während andere Glienicker Bürger gern gesehene Gäste des Vorsitzenden des Infrastrukturausschusses, Herrn Axel Wolff/Glienicker Bürgerliste, sind wurden die „Gegner der im Bau befindlichen Boule-Anlage regelrecht von Herrn Wolff (GBL) abgebürstet.
Kritik an der auch von ihm gewünschten Boule-Anlage wollte er wohl nicht hören.
Erstmals beraten wurde über den Bau der Boule-Anlage im Rahmen der Beratungen über den Nachtragshaushalt für Glienicke in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 31.03. diesen Jahres.
Ich habe schon in dieser Sitzung den Bau der Boule-Anlage als sehr fragwürdig bezeichnet, weil für mich der Bedarf nicht schlüssig nachgewiesen ist. Von Herrn Wolff (GBL) wie auch von Herrn Dr. Strempel (Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP) wurde mir allerdings entgegengehalten, dass es eine Vorstellung im Glienicker Kurier gegeben habe und sich um die 30 Bürgerinnen und Bürger gemeldet haben, die auf der Boule-Anlage spielen möchten. Herr Wolff (GBL) wie auch Herr Dr. Strempel (CDU) ergänzten dann ihren Redebeitrag dahingehend, dass auch sie beide gerne dort Boule spielen möchten.
Ich habe dann beantragt, dass wenigstens die Mittel für den Bau der Boule-Anlage gesperrt werden, damit der zuständige Fachausschuss sich erst einmal mit der Boule-Anlage beschäftigt. Dieser Antrag wurde mit der Mehrheit von GBL und CDU/FDP abgelehnt und die Planungen für die Boule-Anlage wurden im Infrastrukturausschuss nur noch vorgestellt.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. So funktioniert Politik nun einmal. Die Mehrheit entscheidet. Auch wenn mal selbst der Meinung ist, dass diese Entscheidung falsch ist, ist der Mehrheitsbeschluss bindend. Mir geht es nicht um den Standort, sondern darum, dass es meiner Ansicht nach hier versäumt, wurde den Bedarf schlüssig nachzuweisen. Grundsätzlich ist es begrüßenswert, wenn in Glienicke auch mal etwas für die „ältere Generation“ entsteht.
Die Boule-Anlage ist jetzt im Bau und ob die Befürchtungen der Anwohner, dass es hier zu Problemen mit Jugendlichen kommt, eintreten wird dann wohl erst der Betrieb der Anlage zeigen. Da aber auf Initiative der SPD die Skateranlage im Bürgerpark entstanden ist, hege ich die Hoffnung, dass es gelingen wird, dass die Jugendlichen die Skateanlage als abendlichen Treffpunkt akzeptieren.
Der Bürgermeister Joachim Bienert machte sich ein Tag nach der Sitzung des Infrastrukturausschusses ein Bild vor Ort und besuchte die Baustelle der Bouleanlage zusammen mit Vertretern der Gemeindeverwaltung. Über diesen „verwaltungsinternen“ Vororttermin informierte er vorab alle Fraktionsvorsitzenden der in der Glienicker Gemeindevertretung vertretenen Parteien. Doch wer nun gedacht hat alle Fraktionen stellen sich den Bürgern und ihrer Kritik, musste feststellen, dass weder die CDU/FDP noch die Glienicker Bürgerliste oder die Linke sich bereit waren den Fragen der Anwohner zu stellen oder sich ein Bild vor Ort zu machen. So stand ich als einziger Vertreter einer Fraktion (der SPD) mit dem Bürgermeister an der Boule-Anlagenbaustelle um mit den Anwohnern zu sprechen.
Der Bürgermeister sagte zu, dass die Boule-Anlage von den Außendienstmitarbeitern des Ordnungsamtes wie auch unseren Jugendsozialarbeitern sehr genau im Auge behalten wird, damit es nicht zu Problemen mit den Jugendlichen, gerade in den Abendstunden, kommt.

 
 

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