Gemeinde Glienicke wird nicht Veranstalter des Herbst- und Weinfestes

Veröffentlicht am 05.10.2016 in Veranstaltungen

„Das Herbst- und Weinfest 2017 wird von der Gemeinde Glienicke/Nordbahn in Kooperation mit dem Gewerbeverein Glienicke/Nordbahn veranstaltet. Hierbei soll die Verantwortung für die Organisation des Festes bei der Gemeinde Glienicke/Nordbahn liegen“ - das sah ein Antrag vor, den die SPD-Fraktion in der gestrigen Gemeindevertretung einbrachte. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es nach der Absage des diesjährigen Herbst- und Weinfestes durch den Glienicker Gewerbeverein sinnvoll und notwendig ist, das traditionelle Glienicker Fest auf ‚neue Füße‘ zu stellen“, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Klein.

In der Gemeindeverwaltung wurden in den letzten Jahren zwei Halbtagsstellen im Kulturbereich neu geschaffen. Die aktuelle Stellenausschreibung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde sah explizit „Veranstaltungsmanagement“ vor. „Die Fachkompetenz für ein Veranstaltungsmanagement ist in der Gemeindeverwaltung also vorhanden“, so Klein. Die Kalkulationen, Abrechnungen und Planungen der Herbst- und Weinfeste der vergangenen Jahre durch den Gewerbeverein lägen vor. Entsprechend sollte es, gerade in enger Kooperation mit dem Gewerbeverein, möglich sein, dass die Gemeinde Glienicke/Nordbahn als Veranstalterin die Durchführung des Herbst- und Weinfestes 2017 sicherstellt. Zuletzt erhielt der Gewerbeverein einen gemeindlichen Zuschuss von 8.000,- Euro für die Durchführung des Festes.

Ein Änderungsantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/PIRATEN in der gestrigen GVT zum SPD-Antrag sah vor, den Bürgermeister zu beauftragen, mit dem Vorstand des Gewerbevereins zunächst ein entsprechendes Vorgespräch zu führen. Diesem Änderungsantrag hat sich die SPD-Fraktion angeschlossen, „denn für uns geht es um unser Glienicker Fest“, betont Uwe Klein.

Mit 12 Nein-Stimmen zu 8 Ja-Stimmen lehnte die Mehrheit der anwesenden Gemeindevertreter in namentlicher Abstimmung den Antrag ab. Eine klare Absage kam auch vom Bürgermeister (FDP), der die Meinung vertritt „Die Partei, der ich angehöre, steht nicht dafür, dass der Staat alles machen muss, solange es auch Bürger oder Vereine machen können.“ „Hier hat die Glienicker SPD eine grundlegend andere Meinung“, so Klein. „Getreu unserem Motto sind wir der Meinung: ‚Gemeinsam geht es besser‘. Mit der Ablehnung des Antrags liegt die Verantwortung nun wieder allein auf den ehrenamtlichen Schultern des Gewerbevereins“, bedauert der Fraktionsvorsitzende.

Der ausrichtende Gewerbeverein kannte den SPD-Antrag übrigens nicht, als die Pressestelle der Gemeindeverwaltung kurzfristig am vergangenen Freitag ein Statement von dessen Sprecher einholte, dass der Gewerbeverein das Fest „auch zukünftig in Eigenregie“ veranstalten wolle. Denn die Frage, ob und wie das Fest im nächsten Jahr vom Gewerbeverein durchgeführt werden kann, wollten dessen Mitglieder erst beim gestrigen Gewerbestammtisch, der parallel zur GVT stattfand, besprechen.

 
 

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