Eine Bereicherung für Glienicke

Veröffentlicht am 01.11.2011 in Kommunalpolitik

Die evangelische Kirchengemeinde Glienicke/Nordbahn will Orgel und Innenraum der Kirche denkmalgerecht sanieren. Hierfür hat die Kirche die Gemeinde Glienicke/Nordbahn um finanzielle Unterstützung gebeten. Pfarrer Christian Leppler wandte sich auch an die SPD-Fraktion und bot an, die Pläne der Kirchengemeinde in einem persönlichen Gespräch vorzustellen. Gern folgte die Fraktion der Einladung zum Besuch in der Glienicker Kirche.
Pfarrer Leppler und Architekt Siegfried Ast stellten am 25. Oktober die Pläne für die Renovierung der Kirche und der Orgel vor. In offener, äußerst herzlicher Atmosphäre entwickelte sich ein reges Gespräch und die Fraktion erhielt einen tiefen Einblick in die Geschichte des Kirchengebäudes. 1865 wurde die Kirche eingeweiht, 1911 gab es die erste Sanierung, 1937 erfolgte eine Innenrenovierung. 1943 wurden nach einem Bombenabwurf die zerstörten Schmuckfenster durch einfachere Verglasungen ersetzt. Weitere, ebenfalls nicht denkmalgerechte Sanierungen folgten. Die uns allen bekannte Sanierung der Fassade und des Daches erfolgte in den vergangenen Jahren.
Mittlerweile kann die umfassende und vor allem denkmalgerechte Innensanierung nicht länger aufgeschoben werden; allein die Sanierung der Heizung ist unerlässlich. Architekt S. Ast beschrieb die Entwicklung der geplanten Innengestaltung. Dabei wird man sich in allen Details sehr nah an das historische Vorbild halten. Die neue Apsis mit dem Sternenhimmel verspricht aber schon jetzt ein „highlight“ im wahrsten Sinne des Wortes zu werden! Auch die Wände und die ursprüngliche Farbgestaltung des Altars werden die Kirche optisch wieder in das Einweihungsjahr 1865 zurückversetzen.

Zu den Kosten für die Renovierung informierte Pfarrer Leppler, dass für das Kirchen innere Kosten in Höhe von etwa 150.000 EUR anfallen werden. Der Kirchenkreis und die Landeskirche werden der Kirchengemeinde anteilig Finanzmittel für die Arbeiten dazugeben, allerdings benötigt die Kirchengemeinde auch die finanzielle Unterstützung der politischen Gemeinde.
Neben der Innenrenovierung muss nämlich auch die Orgel dringend instandgesetzt werden. Hier werden vermutlich noch einmal Kosten in Höhe von etwa 150.000 EUR entstehen. Insgesamt wird die Glienicker Kirchengemeinde also rund 300.000 EUR benötigen. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Kosten wurde bereits und wird weiterhin durch Spenden und anderen Aktionen sowie durch Zuwendungen der Landeskirche und des Kirchenkreises gedeckt.
Mit dem Orgelkaffee (im Gemeindehaus oder Gemeindegarten), das, wie der Infostand der SPD-Glienicke, immer am Trödelmarktsonntag stattfindet, konnten zusammen mit weiteren Spenden bereits über 60.000 EUR für die Instandsetzung der Orgel gesammelt werden. Darüber hinaus hat die Kirchengemeinde weitere pfiffige Ideen für die Akquirierung von Spenden schon in petto. So könnten z.B. die über 300 Sterne der Apsis an Sponsoren „verkauft“ werden. Weil die Kirchengemeinde schon jetzt über eine solide Eigenkapitalbasis durch das Orgelkaffee, die bisherigen Spendensammlungen und die Zusage weiterer finanzieller Mittel verfügt, ist die Höhe einer möglichen finanziellen Unterstützung für die Gemeinde Glienicke/Nordbahn durchaus überschaubar: die Kirchengemeinde bittet die Gemeinde Glienicke/Nordbahn um eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 25% der Kosten, maximal bis zu 75.000 EUR.
Voraussichtlich werden die Arbeiten nach Pfingsten beginnen und bereits zum Ende des Sommers 2012 beendet sein. Eine große Herausforderung wird dabei die Abstimmung zwischen den Arbeiten zur Instandsetzung der Orgel und den umfangreichen Arbeiten der Innensanierung sein: beide Vorhaben dürfen sich nicht gegenseitig beeinträchtigen.
Die SPD-Fraktion unterstützt die Bitte um finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde!
Die Kirche gehört aus unserer Sicht fest zu unserer Gemeinde und das Kirchengebäude am Dorfanger sollte nicht nur von außen ein schönes Bild abgeben! Es ist in jeder Hinsicht eines der „Aushängeschilder“ Glienickes und muss innen wie außen in einem ansehnlichen, soliden Zustand für die nächsten Jahrzehnte erhalten werden.
2015 wird die Glienicker Kirche 150 Jahre alt. Wenn alle Pläne gelingen, freuen wir uns schon jetzt auf dieses Jubiläum!

 
 

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